Terrasse anlegen - so geht's!
Im Garten eine Terrasse zu bauen, ist eine hervorragende Möglichkeit, um den Außenbereich aufzuwerten. Entscheiden Sie sich dabei für eine Kiesterrasse oder eine Terrasse mit schönen Polygonalplatten, ist sie zudem ein Konstrukt für die Ewigkeit. Denn die Materialien überdauern die Zeit, sind solide und überaus robust. Gleichzeitig erleichtern sie Ihnen die Pflege im Garten, da sich ausbreitendes Unkraut der Vergangenheit angehört.
Eine Terrasse selbst anlegen?
Grundsätzlich spricht nichts dagegen, die Arbeit in Eigenregie durchzuführen. Allerdings gestalten sich die Vorarbeiten ein wenig aufwendiger, zumindest wenn Sie beim Terrassenbau auf Naturstein vertrauen möchten. Besonders praktisch ist es, wenn Sie die Terrasse so anlegen, dass sie ebenerdig an den umgebenden Boden anschließt. Dadurch sinkt der Aufwand für den Erdaushub und die Gartenfläche ist einfach zu begehen. Sollten Sie keinen Mini-Bagger zur Hand haben oder der Unterbau zu aufwendig erscheinen: Sie müssen die Arbeiten nicht komplett in Eigenregie erledigen - einzelne Aufgaben lassen sich ebenso auslagern wie der gesamte Bau.
Terrasse anlegen - mit diesen Kosten müssen Sie rechnen
Die Kosten für eine Terrasse sind mit mehreren tausend Euro zu veranschlagen. Die genaue Höhe der Investition hängt von den notwendigen Arbeiten und den gewählten Materialien ab. Im Allgemeinen liegen die Kosten pro Quadratmeter jedoch zwischen 140 und 250 Euro.
- Fundament: Das Fundament einer Terrasse können Sie entweder in Eigenregie errichten oder dafür einen Profibetrieb beauftragen. Möchten Sie diese Arbeit selbst verrichten, kostet Sie diese zwischen 30 und 50 Euro pro Quadratmeter, andernfalls 50 bis 60 Euro pro Quadratmeter.
- Material: Die Materialkosten variieren deutlich. Sie hängen davon ab, für welche Steine Sie sich entscheiden. Rechnen Sie mit durchschnittlich 70 bis 150 Euro pro Quadratmeter. Zusätzlich benötigen Sie Fugenmörtel, gegebenenfalls Randsteine und ein Mittel zur Imprägnierung Ihrer Terrassenplatten.
- Arbeitskosten: Die Kosten für das Verlegen des Terrassenbodens fallen je nach Material unterschiedlich aus. Je nach Aufwand bewegen sie sich zwischen 20 und 60 Euro pro Quadratmeter.
Das brauchen Sie, um eine Terrasse zu bauen
Wenn Sie eine Terrasse anlegen möchten, benötigen Sie sowohl die notwendigen Materialien als auch die passenden Werkzeuge. Welche das sind, hängt natürlich davon ab, welche Art von Terrasse Sie sich wünschen. Um eine Steinterrasse anzulegen, benötigen Sie die folgenden Materialien und Werkzeuge.
Materialien:
- Terrassenplatten, beispielsweise aus Naturstein
- Mörtel, falls Sie die Platten im Mörtelbett verlegen möchten
- Verlegesand
- Kies, Schotter oder Splitt für die Tragschicht der Terrasse
Werkzeuge:
- Ein Minibagger oder eine Schaufel, um den Unterbau vorzubereiten
- Eine Rüttelplatte, um den Boden zu verdichten
- Holzpflöcke, eine Maurerschnur und eine Wasserwaage, um die Steine gerade auszurichten
- Einen Gummihammer, um die Steine zu verfestigen
- Eine Schubkarre, falls Sie die Steinplatten transportieren müssen
Terrasse anlegen in vier Schritten
Um eine Terrasse anlegen zu können, sind lediglich vier Schritte notwendig. Allerdings sollten Sie für jeden Schritt ausreichend Zeit einkalkulieren.
Schritt 1: Untergrund vorbereiten
Zunächst müssen Sie das Erdreich ausheben und das notwendige Gefälle von ungefähr 2 Prozent vorbereiten. Am einfachsten gelingt dieser Schritt mit einem Minibagger.
Schritt 2: Tragschicht anlegen
Ist der Untergrund vorbereitet und der Boden verdichtet, füllen Sie den Aushub mit Kies oder Schotter auf. Die Tragschicht sollte mindestens 20 Zentimeter dick sein. Prüfen Sie vorab, ob es sinnvoll ist, frostfreien Kies zu verwenden. Anschließend ergänzen Sie die Kiesschicht um eine 5 Zentimeter hohe Sandschicht. Danach tragen Sie gegebenenfalls das Mörtelbett Stück für Stück auf.
Schritt 3: Platten verlegen
Mit den Holzpfosten und der Maurerschnur grenzen Sie den Bereich ab. Verlegen Sie jede Platte mithilfe einer Wasserwaage und klopfen Sie sie anschließend leicht mit einem Gummihammer ein. Sie bevorzugen exakt gleiche Fugen? Dabei helfen Ihnen spezielle Fugenkreuze.
Schritt 4: Fugen befestigen
Im letzten Schritt kehren Sie den Fugensand in mehreren Arbeitsgängen zwischen die Platten. Alternativ können Sie Fugenmörtel für das Verfugen der Steine nutzen.