Polygonalplatten sicher und belastungsfähig verlegen
Wenn Sie eine Terrasse, Wege, Poolumrandungen oder die Einfahrt neu anlegen möchten, sind Polygonalplatten aus Naturstein perfekt geeignet. Natursteine sehen herrlich elegant aus und lassen sich zudem einfach verlegen. Die unregelmäßigen Steinmuster entstehen, indem man verschiedene Bruchstücke gekonnt aneinanderreiht. Folglich herhalten Sie im Garten verschiedene Bereiche, die Sie unmittelbar in eine angenehme Urlaubsstimmung versetzen.
Polygonalplatten verlegen – die richtige Vorbereitung
Terrassenplatten gibt es in Hülle und Fülle. Doch Polygonalplatten sind absolute Hingucker. Wie bei jeder Verlegung sind auch hier im Vorfeld einige Vorbereitungen zu treffen:
- Zunächst ist der Bereich sorgfältig auszumessen.
- Anschließend können Sie nun bestimmen, wie viele Polygonalplatten Sie wirklich für Ihren Plan benötigen.
- Wenn Sie Polygonalplatten kaufen, sollten Sie stets ausreichend Zeit mitbringen. Es gibt viele verschiedene Formen und Variationen, die allesamt interessant und wunderschön aussehen.
- Auch Mörtelmasse und spezielle Arbeitsmaterialien wie ein Gummihammer, Maurerschnur und eine Wasserwaage sind einzuplanen. So sparen Sie sich Zeit und auch wertvolle Nerven.
Das Besondere an Polygonalplatten ist, dass die Formen ungleichmäßig ausfallen. So entsteht ein faszinierendes Mosaik oder Puzzlebild, das Terrassen, Wegen oder dem Vorgarten mehr Tiefe verleiht. Bevor es jedoch an das eigentliche Verlegen geht, sollten Sie die Terrassenplatten zunächst grob auf der trockenen Fläche auslegen. So können Sie die Natursteine nochmals auswechseln und sich ein besseres Gesamtbild verschaffen. Stücke mit geraden Kanten sind dabei ideal für die Randfläche geeignet. Steine mit interessanten Formen kommen eher für den Innenbereich der Fläche infrage. Sind Sie mit der Trockenverlegung fertig, können Sie Ihr Werk fotografieren. So geht keine Idee verloren.
Das gibt es beim Untergrund zu beachten
Bevor es an die Arbeit geht, ist der Untergrund zu kontrollieren. Dieser sollte bestmöglich gleichmäßig ausfallen. Planen Sie auch ein Gefälle von mindestens 2 Prozent ein. Das Regenwasser kann nun perfekt ablaufen und staut sich nicht auf der Terrasse oder den Wegen an.
Ist der Untergrund vorbereitet, bereiten Sie den Mörtel und die Haftschlämme vor. Die Schlämme ist dabei gleichmäßig auf dem Untergrund zu verteilen. Geben Sie jetzt den Mörtel direkt auf die noch feuchte Schlämme. Glätten Sie die Oberfläche, die mindestens 4 Zentimeter dick sein sollte. Nun können Sie stückweise die Polygonalplatten verlegen. Nehmen Sie Ihre Fotos als Anregung. Begradigen Sie anschließend direkt jeden Stein mit dem Gummihammer. Sorgen Sie am besten sofort dafür, dass das Arrangement gerade und stimmig ausfällt.
Sind alle Platten an Ort und Stelle, ist die Fugenmasse zuzubereiten und gleichmäßig aufzutragen. Überschüssige Masse nehmen Sie zeitnah mit einem feuchten Schwamm ab. Sollte schlussendlich noch ein Zementschleier auf den Polygonalplatten liegen, können Sie diesen mit einem speziellen Reiniger entfernen.
Polygonalplatten kann man aber auch ohne Beton verlegen. Dafür ist das Errichten eines Kiesbetts sinnvoll. Sie können Polygonalplatten auch in Sand verlegen. Achten Sie hier nur auf eine gute Fixierung, damit sich die Steine nicht unbeabsichtigt verschieben.
Verschiedene Verfahren, Polygonalplatten zu verlegen
Wenn Sie die Polygonalplatten auf Dauer verlegen möchten, ist ein Untergrund aus Beton nach wie vor die sicherste Methode. Sie können je nach Art und Größe des Natursteins unterschiedliche Verlegeverfahren nutzen.
Dünnbett
Das Dünnbett ist am besten für Polygonalplatten mit einer Stärke bis zu 15 Millimeter geeignet. Das Bett ist hier lediglich 5 Millimeter dick. Anschließend können Sie die Natursteinplatten verlegen.
Mittelbett
Das Mittelbett ist mit 5 bis 20 Millimeter Mörtel anzusetzen. Somit lassen sich Maßabweichungen am Material ideal ausgleichen.
Dickbett
Bei unebenen Böden ist das Dickbett ratsam. Es kann durch hohe Mörtellagen einen Ausgleich schaffen. Es ist daher für den Außenbereich überaus geeignet.
So klappt´s mit dem Polygonalplatten Verlegen
Polygonalplatten lassen sich auf einem Boden aus Beton, Kies oder Sand verlegen. Ist der Unterbau solide, lässt sich das Produkt vielseitig einsetzen. Doch der Naturstein ist nicht nur für den Bodenbereich geeignet. Die Platten lassen sich auch ideal für die Wand verwenden. Allerdings ist eine glatte Ebene unabdingbar. Auch ist es nötig, die Polygonalplatten zu verfugen. Mithilfe von Fugenmörtel lässt sich so ein gleichmäßiges und schönes Bild erzielen. Bedenken Sie aber, dass keine Fuge breiter als einen Zentimeter sein sollte. So lassen sich Fugennester und Lochbildungen vermeiden.
Übrigens: Wir haben eine Reihe von Ratgebern geschrieben, was Sie beim Verfugen von Steinplatten und Fliesen beachten müssen:
- Fugenfarbe
- Pflasterfugenmörtel
- Fliesen verfugen
- Fugenmasse
- Wasserdurchlässiger Pflasterfugenmörtel
- Fugen reinigen
Tipp: Keine Fläche mit Polygonalplatten gleicht der anderen. Planen Sie für das Verlegen daher reichlich Zeit ein. So entstehen schöne und harmonische Ergebnisse.