Natursteinmauer
Müssen Sie in Ihrem Garten einen Hang abstützen, möchten Sie Insekten und Kleintieren einen neuen Lebensraum schaffen und gleichzeitig ein optisches Highlight in Ihrem Garten schaffen, sollten Sie eine Natursteinmauer bauen. Dabei können Sie sich für Trockenmauersteine ohne den Zusatz von Fugenmörtel entscheiden oder für gleichgeformte Mauersteine aus dunklem Schiefer oder mediterranem Travertin. Wozu auch immer Sie sich entscheiden, ob Sie einen Sichtschutz wünschen oder eine originelle Sitzbank – mit einer Garten Natursteinmauer kombinieren Sie Funktionalität und Design zu einer vollendeten Einheit.
Welches Material für eine Natursteinmauer?
Haben Sie sich entschieden, Ihre Stützmauer aus Natursteinen zu errichten, ist die Qual der Wahl noch nicht vorbei. Denn Sie stehen vor einer umfangreichen Auswahl an den natürlichen und beliebten Baumaterialien. Ziehen Sie in Ihre Entscheidung neben der Optik auch den Faktor der Nutzbarkeit für Ihren speziellen Bedarf mit ein. Auch der Preis spielt eine Rolle – in der Regel steigen die Kosten mit der Bearbeitung des Steines. Rohe Bruchsteine beispielsweise geben Ihrer Gabionen Natursteinmauer ein absichtlich ungeordnetes Flair und sind in der Regel um einiges günstiger als geflammter oder gebürsteter Marmor oder Basalt.
Natursteine haben sich über Jahrtausende entwickelt und sind allesamt entsprechend widerstandsfähig gegenüber äußeren Einflüssen wie Witterungsbedingungen. Dennoch gibt es auch innerhalb der erhältlichen Materialien für Mauersteine und Mauerabdeckungen Unterschiede. Im Folgenden ersehen Sie Eigenschaften einiger der beliebtesten Natursteinmaterialien im Detail:
- Granit zählt zu den härtesten aller Gesteinssorten. Es ist aus erstarrter Magma entstanden, robust und langlebig. Sogar Frost kann ihm nichts anhaben. Sie können Ihre Garten Natursteinmauer aus Granit in einer breiten Farbpalette von dunklem Weiß über Grau und Schwarz bis zu rötlichen oder gelblichen Schattierungen errichten.
- Das vulkanische Basalt ist ebenso sehr witterungsbeständig und unempfindlich. Seine Bearbeitung ist aufwendig, in Ausnahmefällen finden Sie diese Natursteine in bläulichen Einfärbungen.
- Porphyr bietet zahlreiche Farbnuancen von Grau über Rostrot bis hin zu Beige, viele der Trockenmauersteine werden Ihnen geschliffen und poliert angeboten.
- Als Weichgestein ist Kalkstein einfach zu bearbeiten, aber auch anfällig für Abrieb und gegenüber Frost nicht beständig. Ihre Stützmauer aus Kalkstein zeigt in der Regel einen hellen Gelbton.
- Marmor geht aus Kalkstein hervor und ist fast ebenso weich. Vor allem seine Optik mit den einzigartigen Schattierungen punktet bei vielen Gartenbesitzern. Da Marmor wetterfest ist, können Sie diese Mauersteine wunderbar für Ihre Natursteinmauer oder als Mauerabdeckungen verwenden. Eine Imprägnierung vor der Verlegung ist empfehlenswert.
Natursteinmauer selbst bauen – so geht's!
Mit ein wenig Geduld und Geschick können Sie auf eigene Faust Ihre Natursteinmauer bauen. Sie können sich aus Trockenmauersteinen eine Bruchsteinmauer ohne oder eine Natursteinmauer mit Fugenmörtel fertigen. Bei einer Trockenmauer verkeilen sich die Natursteine ineinander und bieten daher Stabilität. Beachten Sie, dass Sie bei Mauern mit einer Höhe von mehr als zwei Metern die Genehmigung durch einen Statiker einholen müssen.
Gehen Sie beim Bau Ihrer Natursteinmauer wie folgt vor:
- Legen Sie aus breiten und tragfähigen Steinen ein Fundament und tragen Sie für eine langandauernde Witterungsbeständigkeit etwas Dichtungsschlämme auf.
- Schichten Sie nun abwechselnd eine Lage Mörtel und eine Lage Natursteine nach Ihrer Wahl auf das getrocknete Fundament. Achten Sie darauf, dass sich die Steine nicht in eine Richtung neigen.
- Am Ende platzieren Sie die Mauerabdeckungen auf der obersten Steinschicht. Möchten Sie einen optischen Reiz setzen, entscheiden Sie sich hier für Natursteine aus einem anderen Material oder einer anderen Farbe.
- Entfernen Sie überschüssige Mörtelreste mit einem angefeuchteten Lappen und tragen Sie eine Imprägnierung auf die gesamte Natursteinmauer auf.
So bauen Sie Stützmauern
Dient Ihre Natursteinmauer dem Abstützen eines Hangs, können Sie eine einzelne hohe Mauer bauen oder Ihre Steine geschickt terrassieren. So sorgen Sie für die benötigte Robustheit und schaffen gleichzeitig Raum für gewünschte Anpflanzungen aller Art.
Auch hier benötigen Sie ein stabiles Fundament, welches ungefähr ein Drittel so breit sein sollte wie die geplante Höhe Ihrer Natursteinmauer. Da diese sowohl dem Druck der Erde von oben als auch Regenfällen standhalten soll, sollten Sie Ihre Naturstein-Stützmauer mit einer Neigung zum Hang erbauen und mit Kies und Schotter hinterfüllen. Integrieren Sie in Lehmböden auch eine Drainage zur Ableitung von Bodenwasser.