Grobkörniger Sandstein
Sandstein ist ein wundervolles Naturprodukt, das sich in vielen Variationen, Formen und Farben präsentiert. Dabei ist es möglich, den Naturstein sinnvoll in verschiedene Wohnbereiche zu integrieren. Es ist allerdings vor allem der grobkörnige Sandstein, der immer wieder durch seine sagenhafte Struktur auffällt. Den meisten unter der Bezeichnung Grit bekannt, gibt es grobkörnigen Sandstein sowohl in Form von Sandsteinplatten als auch als Sandsteinfliesen.
Pfälzer und Ibbenbürener Sandstein: Grobkörnige Sandsteinarten im Überblick
Sandstein zählt zu den Sedimentgesteinen, das tatsächlich aus Sandkörnern besteht. Dabei reicht das Größenverhältnis der Körner von 0,063 Millimeter bis 2 Millimeter. Sehr selten sind Sandkörner mit einer Größe von 4 Millimetern.
Der Abbau findet indes in allen Herren Ländern statt. So ist auch ein großes Vorkommen in Deutschland vorhanden. Der Pfälzer und Ibbenbürener Sandstein lässt sich dabei ideal für verschiedene Projekte in Haus und Garten verwenden. Wenn Sie also eine Sandsteinmauer errichten, Sandsteinfliesen verlegen oder Sandstein-Verblender benötigen, finden Sie dort eine große Auswahl an Sandsteinprodukten in verschiedenen Formen, Farben und Qualitätsstufen. So können Sie ebenso eine Trockenmauer aus Sandstein fertigen oder Sandstein-Palisaden als Sichtschutz einsetzen: Die Möglichkeiten, die dekorativen Steine zu verwenden sind mannigfaltig.
Sie werden beim Kauf jedoch schnell feststellen, dass es unterschiedliche Sandsteinarten gibt. Die beliebtesten sind für Sie nachfolgend aufgeführt:
Ibbenbürner Sandstein
Dieser Sandstein ist mittel- bis grobkörnig und in verschieden Farbnuancen erhältlich. Der Stein hat seinen Namen der Stadt Ibbenbüren in Nordrhein-Westfalen zu verdanken. Seine Qualität ist exquisit. Daher kommt der Stein gerne in Form von Verblendern, Fensterbänken, Blockstufen oder Bodenplatten zum Einsatz. Wählen Sie einfach zwischen Sandsteinschattierungen in Grau, Gelb, Rot oder Braun.
Tipp: Mit diesen Produkten können Sie Pflastersteinarbeiten vornehmen oder errichten.
Seeberger Sandstein
Hierbei handelt es sich um eine feinkörnige Variante, die aus der Nähe von Gotha in Thüringen stammt. Hier gibt es im Seeberg-Kamm mit sechs Kilometern Länge zwei Steinbrüche. Diese Sandsteinvariante ist in gelblichen, grauen und weißlichen Farben erhältlich.
Pfälzer Sandstein
Grobkörniger Sandstein findet sich auch beim Pfälzer Sandstein wieder. Dieser stammt aus der Pfalz und ist im Unter-Trias vor rund 250 Millionen Jahren entstanden. Doch nicht nur das Vorkommen ist imposant. Auch die Farben können sich sehen lassen, reichen diese vom zarten Rot bis zum intensiven Ocker. Dieser Stein ist ideal, um größere Areale zu bedienen. Einfach perfekt, um Terrassen, Wege oder Einfahrten sowie Fassaden auszuschmücken.
Indischer Sandstein
Diese Variante zählt zu den mittelkörnigen Sandsteinen. Von hoher Dichte und robuster Gestalt lässt sich mit diesem Sandstein ein Feeling wie in Palästen oder Tempeln erzeugen. Die Produkte sind in Beige, Braun oder Rot erhältlich und perfekt für den Innen- sowie Außenbereich geeignet.
Hinweis: Die jeweiligen Sandsteinarten beziehen sich oft auf den Sand selbst und die Region des Abbaus. Gelber Sandstein, der aus Polen kommt, heißt oftmals Warthauer Sandstein. Er kann aber auch aus Indien stammen. Wenn Sie wissen möchten, woher Ihr Produkt kommt, fragen Sie genau nach, um die Herkunft und Art deuten zu können.
Grobkörniger Sandstein: Welche Anwendungsmöglichkeiten gibt es?
Sandstein wird schon seit vielen Jahrtausenden abgebaut und für diverse Zwecke verwendet. So kann der Naturstein perfekt im Indoor- als auch Outdoorbereich zum Einsatz kommen. Allerdings gilt Sandstein als Weichgestein. Somit ist das Produkt – je nach Ausführung – nur bedingt witterungsbeständig. Daher sollten Sie sich gut informieren, bevor Sie Sandstein kaufen.
Grobkörnigen Sandstein gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen: Sie können Terrassenplatten aus Sandstein verwenden, Mauersteine aus Sandstein setzen, aber auch Treppen mit Sandstein ausstatten. Nutzen Sie den Naturstein wahlweise auch für Gabionen oder kombiniert mit anderen Sandsteinprodukten, zum Beispiel aus Kalksandstein.
Die Oberfläche lässt sich leicht begehen, ist der Stein von Natur aus grobporig. Er nimmt Wasser ideal auf, aber auch Schmutz. Daher sollten Sie den Sandstein regelmäßig reinigen, damit dieser seine schöne Farbe behält.
Der Naturstein ist robust und kann überall eine gute Figur machen. Dass diese Punkte zutreffen, beweisen der Kölner Dom sowie das Brandenburger Tor. Beide Bauwerke sind aus Sandstein entstanden – wenn das keine aussagekräftigen Argumente sind!
Weitere spannende und hilfreiche Informationen zum Thema Sandstein finden Sie auch in unseren Ratgebern:
- Sandsteinplatten kaufen
- Sandstein für die Terrasse
- Kalksandstein Mauern.
- Trockenmauersteine aus Sandstein.