Theumaer Schiefer
Sie suchen etwas Außergewöhnliches für Ihre Gartengestaltung? Es sollte natürlich sein, aber kein Holz, dafür langlebig und einfach in der Pflege? Dann sollten Sie einen Blick auf Theumaer Schiefer werfen – einen Naturstein der ganz besonderen Art.
Was ist Theumaer Schiefer?
Der Name des einzigartigen Natursteins leitet sich von der Gegend ab, in der sich große Vorkommen von Theumaer Schiefer finden. Mitten in Sachsen ist im Laufe der vergangenen 400 Millionen Jahre eine Unterart der sogenannten Fruchtschiefer entstanden, deren Einzigartigkeit unter anderem auf ihrem optisch getreideähnlichem Mineral Cordierit beruht. Bei niedrigem Druck und konstanten 500 Grad Celsius rekristallisieren sich die charakteristischen Einschlüsse in dem Gestein, das sich aufgrund seiner hohen Widerstandsfähigkeit optimal für den Einsatz im Außenbereich als Theumaer Schiefer Trockenmauersteine eignet.
Sie können den vielfältig einsetzbaren Schiefer natürlich auch als Terrassenplatten verlegen, für Fassaden oder Innenräume verwenden. Wie sämtliche Natursteine können Sie einen Boden oder eine Mauer aus Theumaer Schiefer problemlos und ohne großen Aufwand pflegen. Die Schieferplatten benötigen nicht mehr als ein wenig warmes Wasser mit einem milden Reinigungsmittel, um Spuren von Laub oder Erde zu beseitigen. Denken Sie einzig an eine einmalige Imprägnierung vor der ersten Nutzung. So werden Sie lange Freude an Ihrem neuen Naturstein haben.
Wo wird Theumaer Schiefer abgebaut?
Trotz seines unglaublichen Alters von einigen Millionen Jahren wurde mit dem Abbau von Theumaer Schiefer nach offiziellen Erkenntnissen erst im 19. Jahrhundert begonnen. Zunächst waren es Bauern, die sich mitten im sächsischen Vogtland den Vorkommen des Steines angenommen haben, um harte Winterzeiten ohne Ernteeinnahmen und Feldarbeit zu überbrücken. Mit steigender Nachfrage haben im Laufe der Zeit Unternehmen damit begonnen, den Schiefer professionell im Tagebau zu gewinnen und weiterzuverarbeiten. Mussten die Mitarbeiter der Firma „Theumaer Plattenbrüche“ vor gut 100 Jahren noch mit Leitern und Treppen in die Steinbrüche, hat sich dies mittlerweile geändert. Inzwischen helfen den „Natursteinwerken Theuma“ Bohrmaschinen und Sprengsätze dabei, den einzigartigen Schiefer zu Rohblöcken zu formen und Händlern oder Ihnen als Kunden über moderne Zugangsstraßen zukommen zu lassen.
Wie verlegt man Theumaer Schiefer?
Haben Sie sich für den Bau einer Theumaer Schiefer Mauer entschieden oder möchten Sie sich mit dem Naturstein ein Areal in Ihrem Garten anlegen, können Sie auch ohne professionelle Hilfe die Verlegung durchführen. Wie genau, hängt vom Einsatzort, Ihrer gewünschten Verlegeart, aber auch den jeweiligen Platten für Ihre Terrasse oder die Theumaer Schiefer Trockenmauer ab. Es liegt in der Natur der Sache, dass kleinere bis größere Spaltungen die Struktur des Naturgesteins beeinflussen. Sie haben die Wahl:
- Eine lose Verlegung auf einer Schotterschicht punktet durch geringe Kosten und die Möglichkeit, einzelne Schieferplatten jederzeit austauschen zu können
- Bei einem Mittelbrettverfahren profitieren Sie von einem einfachen Höhenausgleich durch ein starkes Klebebrett des Mörtels
- Eine Verlegung auf Stelzlagern entlastet den Boden und ist vor allem auf Balkonen sehr beliebt
Hinweis: Für welche Variante Sie sich auch entscheiden, Theumaer Schiefer zählt zu den Natursteinen, die viel Wasser ziehen. Nutzen Sie aus diesem Grund bei der Verlegung Ihrer Platten einen Kleber, der schnell trocknet. Sorgen Sie bei einem festen Untergrund zudem durch Drainagematten auf einen jederzeitigen Abfluss von Regenwasser.
Theumaer Schiefer oder Schiefer aus Spanien?
Nicht nur der Theumaer Schiefer ist wegen seiner leichten Verarbeitung, hohen Frost- und Druckbeständigkeit und nicht zuletzt optischen Einzigartigkeit bei Grundstücksbesitzern beliebt. In Spanien finden sich gleich drei große Abbauareale für das populäre Naturgestein, das von dort aus in die ganze Welt exportiert wird. Schieferplatten aus Galizien, Badajoz oder Kastilien können ebenso wie die aus Sachsen vielseitig verwendet werden. Sie unterscheiden sich allerdings in ihren Farbtönen.
- Spanische Schiefer: größtenteils blaugrau, in Einzelfällen grün
- Theumaer Schiefer: größtenteils graublau mit silbrigem Glanz, je nach Oberflächenbeschaffenheit auch anthrazit
Dabei ersehen Sie in einer Theumaer Schiefer Preisliste, dass die typischen Cordierit-Einschlüsse die Kosten für den faszinierenden Naturstein nicht automatisch in die Höhe treiben. Üben die charakteristischen schwarzen Körner im schimmernden Schiefer auch auf Sie ihre Faszination aus, können Sie sie bedenkenlos Schiefer aus Spanien vorziehen.