Terrassenunterbau
Welchen Unterbau wähle ich für Terrassenplatten?
Wenn Sie Ihren Außenbereich mit Terrassenplatten verschönern möchten, ist ein wenig Vorarbeit notwendig. Schließlich muss der Unterbau der Terrasse vorbereitet sein, bevor die Platten verlegt, Fugenmörtel angerührt und Bordsteine gesetzt werden können.
Welche Vorarbeiten beim Terrasse bauen für speziell den Unterbau notwendig sind, hängt zunächst von der Bodenbeschaffenheit ab. Auch der Belastungsgrad - beispielsweise Ihrer Polygonalplatten - hat einen Einfluss auf die benötigten Arbeiten. Obwohl der Terrassenbau dadurch ein wenig länger dauert, sollten Sie auf keinen Fall darauf verzichten: Der Terrassenunterbau macht Ihre Terrasse langlebig, tragfähig, wasserdurchlässig und damit frostsicher.
Sollten Sie die Terrasse direkt auf einer Betonfläche verlegen, sind keine Vorarbeiten für den Unterbau notwendig. Ein Terrassenunterbau ist ausschließlich dann notwendig, wenn Sie unmittelbar auf Erdboden bauen möchten.
Welcher Schotter eignet sich für den Terrassenunterbau?
Für den Terrassenunterbau ist Schotter ein wichtiges Element. Allerdings ist es empfehlenswert, nicht einfach irgendeinen Splitt zu verwenden. Bestehen die Platten für Ihre Terrasse aus Naturstein? In diesem Fall sollten Sie sich für Edelsplitt entscheiden. Dieser besteht fast immer aus Granit- und Basaltsplit. Anders als herkömmlicher Splitt enthalten diese Varianten keine leicht löslichen Mineralien, die Ihre Natursteine angreifen könnten. Zusätzlich sollten Sie bei der Körnung darauf achten, welche Größe optimal zur Beschaffenheit Ihres Bodens passt.
Wichtig: Das Splittbett für Ihre Terrasse sollte für den Unterbau mindestens 3 bis 5 Zentimeter tief sein, zuzüglich des entsprechenden Gefälles. Obwohl diese Höhe auf den ersten Blick etwas groß erscheint, ist sie entscheidend für die Langlebigkeit Ihres Terrassenunterbaus: Auf diese Weise gewährleisten Sie eine gute Wasserabführung und schützen die Natursteinplatten vor aufsteigender Feuchtigkeit.
Was gibt es beim Terrassenunterbau allgemein zu beachten?
Beim Terrassenunterbau sollten Sie unterschiedliche Aspekte beachten, die wichtig sind, noch bevor Sie mit der eigentlichen Arbeit beginnen.
- Messen Sie zunächst die Terrassenfläche aus. Dabei sollten Sie zusätzlich 20 Zentimeter als Arbeitsraum und für Randsteine einplanen.
- Stecken Sie die Fläche mit Holzpflöcken ab. Eine Schnur hilft Ihnen dabei, eine grade Linie zu ziehen.
- Die Höhe dieser Schnur, auch Richtschnur genannt, entspricht der späteren Plattenoberkante.
- Beachten Sie, dass ein Gefälle von 2 bis 3 Prozent für den Terrassenunterbau notwendig ist. Dadurch kann das Regenwasser ungehindert abfließen.
- Informieren Sie sich zuvor über die Beschaffenheit Ihres Bodens, damit Sie die Fläche des Unterbaus tief genug ausheben können.
- Sobald Sie das Splittbett aufgetragen haben, müssen Sie es mithilfe einer Rüttelplatte verdichten. So stellen Sie sicher, dass einzelne Platten später nicht absinken, während andere Steinplatten sich heben.
- Wählen Sie bereits vor Arbeitsbeginn Verblender und Riemchen aus, die zu den gewünschten Natursteinen passen. Dadurch erhalten Sie eine durchgängig harmonische Optik.
Diese Vorbereitungen sind für den Terrassenunterbau nötig
Bevor Sie mit dem Terrassenunterbau beginnen können, sollten Sie nicht nur die notwendigen Materialien zur Hand haben. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie ausreichend Platz für die anstehenden Arbeiten haben. Möchten Sie eine besonders große Fläche für den Unterbau ausheben, kann ein Minibagger hilfreich sein. Andernfalls reichen in der Regel eine Schaufel und die benötigte Muskelkraft dazu aus, die Fläche für das Splittbett vorzubereiten.
Eine der wichtigsten Vorarbeiten ist es, ein Gefälle anzulegen, das für eine längere Lebensdauer Ihrer Terrasse sorgt. Dabei kann es sich entweder um eine Betonplatte oder um eine Schottertragschicht handeln. Wichtig ist, dass Sie in beiden Fällen sicherstellen, dass das Wasser abfließen kann. Während Schotter und Split das Abfließen ohnehin ermöglichen, benötigen Sie für die Betonplatte eine spezielle Drainagematte, die diese Aufgabe erledigt.
Verzichten Sie bei diesen Vorarbeiten weder auf die Richtschnur noch auf das Abstecken des künftigen Terrassen-Bereichs. Andernfalls könnte das Ergebnis optisch unter kleineren Versätzen leiden. Während ein solcher Versatz manchmal nicht ins Auge fällt, ist er bei geraden Kanten und großen Terrassenplatten doch deutlich sichtbar.