Polygonalplatten verfugen
Polygonalplatten eignen sich für verschiedene Bereiche im Garten und im Haus. Mit diesen Platten können Sie auf stilvolle Art und Weise Wege oder auch Wände gestalten. Ob für die Terrasse oder die Poolumrandung: Mit Polygonalplatten ist nahezu alles möglich. Dabei finden sich im Sortiment die verschiedensten Materialien, die von Porphyr über Granit bis zu Kalkstein reichen. Das Verlegen ist zumeist sehr einfach. Nur das Verfugen ist im Anschluss nicht zu vergessen. Mit ein paar Tipps gelingt aber auch dieser Arbeitsschritt problemlos.
Wie verfugt man Polygonalplatten richtig?
Zunächst ist es bedeutsam, dass Sie die passenden Polygonalplatten kaufen. Anschließend sind die Platten zu verlegen, ehe das Verfugen in Angriff genommen werden kann. Für das Verlegen der Platten selbst sollten Sie zunächst eine solide Basis schaffen. Porphyr Polygonalplatten sowie Platten aus Schiefer oder Marmor lassen sich lose in einem Splittbett verlegen. Diese Arbeit erscheint aufwendig, lohnt sich aber auf längere Sicht. Für Terrassen oder Auffahrten ist hingegen gebundenes Verlegen mit einem Mörtelbett sinnvoll. Die Fläche ist numehr versiegelt und Wasser kann nicht in den Boden einsickern. Ist die Vorarbeit geleistet, kann es an das eigentliche Verlegen der Natursteinplatten gehen.
Allerdings ist es zunächst wichtig, dass der Mörtel unter den Platten gänzlich durchgetrocknet und ausgehärtet ist. Für Natursteinplatten eignet sich für das Verfugen am besten Trasszement. Dieser lässt sich ganz einfach mit einer Kelle zwischen die Fugen geben. Alternativ ist auch das Ausgießen der Masse in die Fugenzwischenräume möglich. Dabei ist es unerheblich, ob graue Polygonalplatten für Wege oder formschöne Steine als Terrassenplatten dienen sollen: Sorgsame Arbeit ist in allen Bereichen wichtig.
Und so ist das Verfugen der Polygonalplatten vorzunehmen:
- Der Zement ist zunächst nach den Hinweisen des Herstellers anzurühren. Dabei sollten alle Komponenten gut vermischt sein, so dass eine flüssige Masse entsteht. Das ist wichtig, damit die Fugenmasse in jeden Fugenbereich gelangen kann. Allerdings sollte die Konsistenz auch nicht zu wässrig sein. Ansonsten kann die Masse nicht genügend aushärten.
- Bevor es an das tatsächliche Verfugen der Polygonalplatten geht, sind die Plattenzwischenräume mit etwas Wasser anzufeuchten. Dies gelingt ideal mit einem Quastenpinsel oder Schwamm. Beim Auftragen der Masse ist darauf zu achten, dass nicht zu viel Material auf die Platten gelangt. Somit lassen sich unnötige Verschmutzen bestens vermeiden.
- Ist die angerührte Fugenmasse verteilt, ist der Überschuss zügig mit einem feuchten Schwamm abzutragen. Dieser Schritt dient auch dazu, die Platten zu säubern und die Fugen zu glätten. Gleichzeitig lassen sich die Polygonalplatten Fugen ausbessern.
Tipp: Wandanschlüsse und sämtliche Seiten erhalten keine Fugenmasse. Hier ist es üblich eine Dehnfuge mit Silikon einzuplanen.
Welchen Fugenmörtel nutzt man für Polygonalplatten?
Am besten eignet sich zum Verfugen von Polygonalplatten Trassfugenmörtel oder Trasszement. Dieses Hilfsmittel ist nicht nur wasserundurchlässig, sondern auch flexibel. Deshalb eignet sich Trass ideal für Polygonalplatten auf dem Weg oder der Wand. Gleichzeitig neigt das Material nicht zu starker Rissbildung, wie es zuweilen bei anderen Fugenmassen zu beobachten ist.
Trass ist nämlich ein Naturprodukt, das Zusatzstoffe wie vulkanischen Tuff oder Puzzolane benötigt. Durch diese Verbindung entsteht schließlich der beliebte Trasszement. Wichtig ist, beim Anrühren der Masse das richtige Mischverhältnis zu beachten. So kann beim eigentlichen Verfugen nichts mehr schiefgehen.
Hinweis: Mit Trasszement lassen sich übrigens auch Verblender/Riemchen verfugen. Somit ist Trass ein gelungener Allrounder, der zuverlässig und ideal in verschiedenen Bereichen zum Einsatz kommen kann.