Pflastersteine wasserdurchlässig
Warum sollen Pflastersteine wasserdurchlässig sein?
Egal ob Sie sich für Polygonalplatten oder Blockstufen mit Fugenmörtel entscheiden: Eine ansprechende Optik soll in jedem Fall gewahrt bleiben. Das gilt natürlich auch dann, wenn Sie Pflastersteine in Ihrem Garten oder der Einfahrt verlegen.
Während es vor einigen Jahren ausschließlich Rasengittersteine gab, die wasserdurchlässig waren, ist das heute nicht mehr der Fall. Vielmehr entscheiden sich zahlreiche Architekten und Bauherren gezielt dafür, ihre Pflastersteine wasserdurchlässig zu verlegen. Die Gründe dafür können vielfältig sein, haben ihren Ursprung jedoch fast immer in den ökologischen und ökonomischen Aspekten.
Das Ziel beim Pflastersteine wasserdurchlässig Verlegen ist es, Wasser abzuleiten und dennoch für einen gut befahrbaren Grund zu sorgen.
Ökologische Vorteile von wasserdurchlässigen Pflastersteinen
Pflastersteine wasserdurchlässig zu verlegen ist keine Neuheit. Ursprünglich dient diese Art des Pflasterns dazu, Stauwasser durch heftige Regenfälle zu vermeiden. Dieses Wasser würde bei starkem Regen im Hof oder der Einfahrt stehen und einen sicheren Gang unmöglich machen. Wer hingegen Pflastersteine wasserdurchlässig verlegt, umgeht dieses Hindernis.
Allerdings ist das wasserundurchlässige Verlegen nicht nur ein Problem für die eigene Sicherheit. Die Langlebigkeit der Steine ist durch Auswaschungen stark beeinträchtigt. Das widerspricht dem zunehmenden Umweltbewusstsein, dass sich mittlerweile in der Gesellschaft etabliert. Aus rein ökologischer Sicht ist es für das Grundwasser ausgesprochen wichtig, dass Regenwasser gleichmäßig versickern kann. Werden die Pflastersteine wasserdurchlässig verlegt und nicht durchgängig versiegelt, unterstützt dieses Vorgehen zudem die Bodenbeschaffenheit des eigenen Grundstücks.
Selbst die ökonomischen Vorteile sind nicht zu vernachlässigen: Wer Pflastersteine wasserdurchlässig verlegt, erhält in den meisten Kommunen einen attraktiven Anreiz. Da neues Regenwasser problemlos das Grundwasser speisen kann, ist das Regenwasser mit dem Abwasser gleichgesetzt und entsprechend berechnet. Das bedeutet wiederum, dass Sie weniger Gebühren zahlen und eine Steuerminderung möglich ist.
Wie viel kosten wasserdurchlässige Pflastersteine?
Die Kosten für Pflastersteine, die wasserdurchlässig sind, hängen weniger stark von den Eigenschaften der Steine ab. Damit fällt die Preisspanne deutlich enger aus als im Falle von klassischem Naturstein. Farbgebung und Form erinnern beim ökologischen Pflaster jedoch fast immer an Betonpflastersteine. Verlegen Sie Pflastersteine wasserdurchlässig und in Eigenregie belaufen sich die Materialkosten auf 12 bis 20 Euro pro Quadratmeter.
Falls Sie die Arbeit des Verlegens in die Hände eines Fachmanns geben, müssen Sie ebenfalls die Arbeitskosten tragen. Sie belaufen sich im Falle von Sickerstein auf 15 bis 30 Euro pro Quadratmeter. Der genaue Preis ist jedoch von Region zu Region und von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich.
Wichtig: Auch das Verlegemuster beeinflusst die finalen Kosten beim Verlegen. Einfache Muster sind deutlich kostengünstiger zu realisieren als aufwendige Konstrukte. Allerdings sehen sie hervorragend aus, wenn Sie ansprechende Bordsteine für den Abschluss einsetzen.
Verschiedene Technologien für das Sickerpflaster
Sind Pflastersteine wasserdurchlässig, werden sie auch als Sickerpflaster bezeichnet. Der Grund dafür ist, dass das Wasser darauf im Erdreich versickern kann. Damit es möglich ist, die vorgeschriebenen Versickerungswerte zu erreichen, kommen unterschiedliche Technologien zum Einsatz. Dieses Vorgehen können technischer oder physikalischer Natur sein, wobei es sich in beiden Fällen um eben jenes Ökopflaster handelt.
- Ein klassisches Beispiel für Pflastersteine, die wasserdurchlässig sind, ist die mit Poren versehene Betonmischung. Allerdings ermöglichen auch groß-fugige Pflasterverbände, die nicht aus Beton bestehen das Absickern von Wasser.
- Extra breiten Fugen können viel Wasserableiten und sind eine Möglichkeit, das gewünschte Ziel zu erreichen. Zudem garantiert eine solche Art der Verlegung eine hohe Stabilität, die selbst einem regelmäßigen Befahren standhält.
- Eine Alternative zu den breiten Fugen sind Betonpflastersteine mit Bohrungen. Durch diese Löcher kann das Wasser ebenfalls gemäß der Abwasserverordnung abfließen.
Solange Sie in Ihrer Einfahrt oder im Garten Pflastersteine wasserdurchlässig verlegen, gibt es im Normalfall kein Problem. Falls Sie jedoch eine stark befahrene Fläche auf diese Weise pflastern möchten, sollten Sie zunächst mit einem Fachmann Rücksprache halten. Starke Belastungen auf dem Sickerstein sorgen dafür, dass er verstopft. Das würde die Wasserdurchlässigkeit negativ beeinflussen und die gewünschten Effekte bleiben aus.