Pflasterfugenmörtel wasserdurchlässig
Was ist Pflasterfugenmörtel? Wofür braucht man ihn?
Grundsätzlich ist Pflasterfugenmörtel wasserdurchlässig oder wasserundurchlässig. Beiden Arten gemein ist ihre sandige Konsistenz, die sich für das Verfugen von Terrassenplatten eignet. Insbesondere dann, wenn der Pflasterfugenmörtel wasserdurchlässig ist, bleibt die Versickerungsfähigkeit weiterhin erhalten. Ein Vorteil, den sich viele Gartenbesitzer zunutze machen. Sind die Fugen ausreichend breit und tief, können Sie damit ebenfalls die Belastung des Pflasters selbst ausgleichen.
Unterschiede zwischen ein- und zweikomponentigen Systemen
Ist der Pflasterfugenmörtel wasserdurchlässig und basiert auf einer Kunstharzbasis, unterscheidet man zwischen zwei Varianten. Der Unterschied liegt dabei in der Endfestigkeit sowie in der Verarbeitung.
- Ein-Komponenten-Pflasterfugenmörtel: Er eignet sich bestens für private Flächen in einem trockenen und sauberen Umfeld. Dabei ist er einfach zu handhaben und trocknet bereits nach kurzer Zeit.
- Zwei-Komponenten-Pflasterfugenmörtel: Bei hohen Belastungen profitieren Sie vom Zwei-Komponenten-System. Solche Fugenmörtel zeichnen sich durch ihre besondere Endfestigkeit aus und eigenen sich beispielsweise für das Verfugen von Pflasterflächen.
Die verschiedenen Konsistenzarten
Pflasterfugenmörtel wasserdurchlässig einzusetzen, ist mit unterschiedlichen Produkten möglich. Dabei unterscheidet man im Allgemeinen zwischen zwei Varianten:
- Feinkörnig: Diese Fugenmasse härtet besonders schnell aus und überzeugt durch eine ordentliche Optik. Allerdings ist die Belastungsgrenze deutlich niedriger, weshalb er beispielsweise für die Hofeinfahrt nicht infrage kommt.
- Grobkörnig: Eine grobkörnige Konsistenz benötigt länger, um fallständig auszuhärten. Trotzdem bietet sie Ihnen eine hohe Belastbarkeitsgrenze und ist resistenter gegenüber den Witterungsverhältnissen.
Wie lange dauert die Aushärtung?
Sobald Sie den wasserdurchlässigen Pflasterfugenmörtel aufgetragen haben, beginnt das Aushärten. Wie lange dieser Prozess dauert, hängt von der Konsistenz des Fugenmörtels und den Witterungsverhältnissen ab. In den meisten Fällen sind die Fugen nach drei bis fünf Tagen vollständig ausgehärtet.
Wichtig: Nicht jedes Produkt ist frühzeitig belastbar. Prüfen Sie deshalb vorab, ob Sie Ihre Terrasse in diesem Zeitraum betreten können oder nicht.
Die Vorteile von wasserdurchlässigem Pflasterfugenmörtel
Ist der Pflasterfugenmörtel wasserdurchlässig, eignet er sich insbesondere für den unbedachten Außenbereich. Wenn Sie Ihr Pflaster wasserdurchlässig verfugen, kann das Regenwasser ungehindert abfließen. Das ist auch der größte Vorteil, den das wasserdurchlässige Verfugen von Terrassenplatten mit sich bringt: Die Staunässe unter den Platten oder den Fugen bleibt aus.
Zusätzlich profitieren Sie von einer Kostenersparnis: Pflasterfugenmörtel ist wasserdurchlässig günstiger als wasserundurchlässig.
Terrassenplatten wasserdurchlässig verfugen - so geht's!
Möchten Sie Ihre Polygonalplatten mit Pflasterfugenmörtel wasserdurchlässig verfugen? Im Außenbereich auf einen solchen Fugenmörtel zu vertrauen ist durchaus sinnvoll: Schließlich trägt er dazu bei, dass das Wasser einer plötzlichen Regenflut schnell von der Terrasse verschwindet. In fünf einfachen Schritten gelingt es Ihnen, den Pflasterfugenmörtel wasserdurchlässig einzusetzen.
Schritt 1: Prüfen Sie die Mindestfugenbreite
Damit die Optik und das Ergebnis hinterher stimmen, sollten alle Fugen die vorgegebene Mindestfugenbreite einhalten. Prüfen Sie, ob das der Fall ist, und korrigieren Sie die Platten falls notwendig.
Schritt 2: Die Fläche vornässen
Um Problemen mit der Aushärtung von Fugenmörtel entgegenzuwirken, wässern Sie die Fläche gründlich. Je nach Gesteinsart kann einiges an Wasser notwendig sein, bis Sie eine vollständige Sättigung erreichen. Gleichzeitig ist es wichtig, darauf zu achten, ob der Untergrund die Feuchtigkeit überhaupt ableiten kann: Das ist dann der Fall, wenn in den Fugen kein Wasser stehen bleibt.
Schritt 3: Den Vakuumsack mit der Fugenmasse aufschneiden
Schneiden Sie die Verpackung von Pflasterfugenmörtel erst dann auf, wenn Sie ihn tatsächlich benötigen. Je nach Außentemperatur und Produkt sorgt der Kontakt mit Sauerstoff dafür, dass die Masse aushärtet. Im Allgemeinen lässt sich jedes angebrochene Gebinde für 45 Minuten verwenden.
Schritt 4: Verteilen Sie das Material mit einem Gummischieber
Fugenmasse lässt sich hervorragend mit einem Gummischieber in den Fugen verteilen. Dabei sollte er nicht breiter als 50 Zentimeter sein. Wenn Sie zu zweit arbeiten, ist es möglich, die Terrassenplatten gleichzeitig mit einer Gartenbrause zu wässern. Dadurch schwämmt das Material direkt in die Fuge ein und verschließt sie.
Schritt 5: Übrig gebliebenes Material abkehren
Ist der Pflasterfugenmörtel wasserdurchlässig angebracht, geht es daran, überschüssiges Material zu entfernen. Dabei hilft ein einfacher Straßenbesen. Wichtig ist jedoch, dass Sie die Polygonalplatten diagonal zum Verlauf kehren. Dadurch ist sichergestellt, dass die Fugenmasse nicht aus den Fugen herausgetragen wird.
Wichtig: Auch wenn der Fugenmörtel wasserdurchlässig ist, härtet er mit der Zeit aus. Deshalb sollten Sie das Restmaterial direkt im Anschluss beseitigen - andernfalls wird es schwierig, es restlos zu entfernen.