Kopfsteinpflaster
Kopfsteinpflaster verlegen - die Grundlagen
Die Grundlage für das Verlegen von Kopfsteinpflaster ist der notwendige Unterbau. Je nachdem, welche Fläche Sie mit Pflastersteinen ausstatten möchten, muss dieser unterschiedlich tief ausfallen. Wege, Straßen oder auch die Hofeinfahrt sind starken Belastungen ausgesetzt. Deshalb sollte der Unterbau 30 bis 40 Zentimeter betragen. Er besteht aus einem Fundament, das mit Kies, Schotter oder Splitt aufgefüllt wird.
Dabei sollten Sie unbedingt auf das notwendige Gefälle achten. Es sollte mindestens zwei Prozent betragen. Dadurch ist der Wasserabfluss sichergestellt, sodass das Wasser nach einem Gewitter problemlos abfließen kann. Ist die Fläche ausreichend vorbereitet, können Sie direkt damit beginnen, das Kopfsteinpflaster zu verlegen.
Wichtig: Der Unterbau ist notwendig, damit Sie lange Freude an Ihrer gepflasterten Fläche haben. Für welche Art von Kopfsteinpflaster Sie sich entscheiden, ist dabei zweitrangig.
Kopfsteinpflaster verfugen - so geht's!
Ein gut verlegtes Kopfsteinpflaster verleiht Ihrer Hauszufahrt einen gewissen Charme: Solche Flächen wirken einladend und heißen ihre Besucher willkommen. Zudem ist das Pflaster ausgesprochen widerstandsfähig und begleitet Sie jahrelang durch Ihren Alltag. Damit die Steine an Ort und Stelle bleiben und Sie von einer gleichmäßigen Fläche profitieren, sollten Sie das Kopfsteinpflaster verfugen.
Die klassische Vorgehensweise besteht darin, Sand und Splitt zum Verfugen zu verwenden. Alternativ können Sie sich für kunststoffvergüteten Fugenmörtel entscheiden. Er verschließt die Zwischenräume zwischen den einzelnen Steinen und hält Unkraut fern. Wichtig ist jedoch: Beide Methoden stabilisieren die Fugen von Kopfsteinpflaster und sind zudem wasserdurchlässig.
- Sand, Quarz oder Basalt: Die Klassiker, um Kopfsteinpflaster zu verfugen, sind Sand, Quarzsand und Basaltmehl. Diese geben Sie mit einer Schaufel auf die verlegten Pflastersteine. Anschließend kehren Sie das gewählte Material mit einem groben Straßenbesen in die Fugen. Mit einer Rüttelplatte verdichten Sie die eingearbeiteten Materialien. Den Rest erledigt der nächste Regenschauer für Sie - er schwämmt die feinen Überreste in die Fugen und hilft beim Verdichten.
- Pflasterfugenmörtel: Haben Sie sich für Kopfsteinpflaster aus Natursteinen entschieden? Dann kommt am besten ein spezieller Pflasterfugenmörtel zum Einsatz. Es ist wichtig, die Steine zuvor mit einem Gartenschlauch zu wässern. Anschließend kann der Mörtel aufgetragen und mit einem Gummischieber verteilt werden. Der klare Vorteil eines solchen Mörtels besteht in seiner hohen Tragfähigkeit, die selbst starken Belastungen standhält.
Damit der Pflasterfugenmörtel Ihre Natursteine nicht beschädigt, sollten Sie seinen Einsatzzweck genau prüfen. Nicht jedes Produkt eignet sich für jeden Stein. Insbesondere empfindliche Steine vertragen nur ausgewählte Produkte, da sie sich andernfalls verfärben könnten.
Welches Pflaster eignet sich für Hofeinfahrt?
Pflastersteine für die Einfahrt sollten robust und langlebig sein. Das hohe Gewicht eines Autos auszuhalten, ist nicht für jede Gesteinsart möglich. Deshalb ist das Kriterium Belastbarkeit in diesem Fall deutlich wichtiger als ein besonderer Laufkomfort. Gleichzeitig soll das Kopfsteinpflaster die Jahre überdauern: Mindestens 20 besser 30 bis 40 Jahre sollte das Kopfsteinpflaster in der Einfahrt durchhalten.
Eine kostengünstige Methode, wenn Sie die Einfahrt pflastern möchten, sind Betonsteine. Allerdings ist die Oberfläche von Beton mitunter porös. Sie hält der Belastung von Autoreifen nicht auf Dauer stand und kann bei Nässe gefährlich sein. Deshalb entscheiden sich viele Hausbesitzer für Kopfsteinpflaster aus Granit oder für Kopfsteinpflaster aus Basalt. Beide Arten sind bestens dafür geeignet, wenn Sie die Hofeinfahrt pflastern möchten. Der Grund dafür ist, dass die Natursteine gleichermaßen hochwertig und haltbar sind. Sie profitieren also von einer langen Haltbarkeit, die sich darin äußert, dass das Kopfsteinpflaster die Jahre und Umwelteinflüsse problemlos übersteht.
Was kosten 100 qm Pflasterarbeiten?
Die Kosten für eine Fläche von 100 Quadratmetern liegen im Durchschnitt bei 8.000 Euro. Dieser Kostenfaktor umfasst nicht nur die Ausgaben, um das Kopfsteinpflaster zu kaufen, mit dem Sie Ihren Hof pflastern möchten. Sie enthalten ebenfalls die Verlegung von Randsteinen, den Aushub, den Unterbau und die Verlegearbeiten. Sollten Sie selbst die Pflastersteine verlegen, fällt das Vorhaben günstiger aus.