Fugenmasse
Was ist Fugenmasse?
Die Fugenmasse kommt immer dann zum Einsatz, wenn es darum geht, Ihre Fliesen zu fugen. Dabei unterscheidet man im Allgemeinen zwischen Pflasterfugenmörtel, der wasserdurchlässig ist, und normalem Fugenmörtel.
Die wichtigste Aufgabe der Fugenmasse ist es, die Lücken zwischen den Fliesen oder Steinen zu verschließen. Klassischerweise handelt es sich dabei um eine auf Zement basierende Masse, die aushärtet und anschließend zur Optik und Sicherheit beiträgt. Allerdings bieten sich mittlerweile unterschiedliche dauerelastische Materialien zum Verschließen der Fugen an. Deshalb können Sie Kitt, Silikon oder synthetischen Kautschuk ebenso einsetzen wie andere Arten an Fugenmasse.
Wichtig: Es ist immer gut zu wissen, welche Art von Fugenmörtel Sie für das Verfugen verwenden. Falls Sie Natursteinfliesen frostsicher verfugen möchten, sollten Sie den Einsatzzweck besonders sorgfältig prüfen. Manche Fugenmassen sind mit bestimmten Natursteinen nicht kompatibel und könnten die Steine verfärben.
Welche Fugenmasse eignet sich für den Außenbereich?
Im Außenbereich profitieren Sie von Fugenmörtel, der farbpigmentfrei ist. Verzichten Sie insbesondere auf sehr helle Farbtöne. Der Grund dafür ist einfach: Durch die ganzjährigen Witterungseinflüsse verfärbt sich die Fugenmasse mit der Zeit. Sie wird also schnell in Mitleidenschaft gezogen und erzielt bereits nach wenigen Wochen nicht mehr den gewünschten Effekt. Besser ist es, eine klassisch graue Fugenmasse zu verwenden. Wenn Sie Ihre Fliesen mit einer solchen Fugenmasse verfugen, fällt das Fugen reinigen deutlich einfacher aus.
Neben der Farbwahl ist entscheidend, welche Art von Fugenmasse zum Einsatz kommt. Dafür bieten sich klassischer Zementmörtel wie auch Trasszement an. Der Vorteil von Trasszement ist, dass er flexibel und wasserdicht ist.
Möchten Sie hingegen wasserdurchlässig verfugen, können Sie auf Sand, Rollsplitt oder einen speziellen Pflasterfugenmörtel setzen. Solche Fugenmassen sind einerseits kostengünstiger, bringen jedoch einen weiteren Vorteil mit sich: Sie beugen der Überschwemmung durch Regen vor und leiten das Wasser im Zweifelsfall ab. Für die meisten Natursteine bietet sich diese Art des Verfugens an. Deshalb sollten Sie stets die Kombination aus Fuge und Stein betrachten, bevor Sie sich schlussendlich für eine Fugenmasse Ihrer Wahl entscheiden.
Kann man neue Fugenmasse über Alte auftragen?
Ob das Überfugen sinnvoll ist, ist unter professionellen Handwerkern durchaus umstritten. Während sich Puristen dafür aussprechen, die Fugen komplett zu erneuern, entscheiden sich Pragmatiker oftmals für das Überfugen.
Die Frage lässt sich nicht mit einem klaren Ja oder Nein beantworten. Die Antwort hängt viel mehr von dem Zustand der Fugen ab.
- Sollte der Altmörtel durch die Witterungseinflüsse substanziell beschädigt sein, ist es nicht sinnvoll, zu überfugen. Risse oder eine bröcklige Beschaffenheit weisen darauf hin, dass Sie die Ursache beheben müssen, nicht die Optik.
- Möchten Sie in erster Linie das Aussehen Ihrer Fliesen verbessern, kommt das Auftragen neuer Fugenmasse durchaus infrage. Allerdings ist das Überfugen auch dann sinnvoll, wenn Sie sich vor Schimmelbefall oder dem Unkrautwuchs schützen möchten.
Damit die neue Fugenmasse einen optimalen Halt bietet, sollten Sie für eine Verbindung zwischen der frisch aufgetragenen Masse und dem Mörtel sorgen. Das funktioniert am besten mit einer Nass-in-Nass-Technik: Wässern Sie vor dem Auftragen die Oberfläche großzügig mit sauberem Wasser. Ebenfalls sinnvoll ist es, eine Schichtdicke von bis zu einem Zentimeter zu erreichen. Dabei profitieren Sie insbesondere von der großen Auswahl an Materialmischungen. Eine solche Fugenmasse ist weicher als klassischer Mörtel und erhält die Diffusionsfähigkeit Ihrer Fugen.
Wichtig: Seien Sie vorsichtig beim Einsatz von kunststoffhaltigen Produkten. Solche Fugenmassen können den Feuchtigkeitshaushalt Ihres Bodens und Ihrer Fliesen beeinträchtigen. Der Grund dafür ist, dass Silikon und Kunstharzputz die Fugen verschließen und versiegeln. Möchten Sie dennoch eine solche Masse verwenden, kommt das Nass-in-Nass-Verfahren nicht infrage: Vielmehr müssen Sie in diesem Fall sicherstellen, dass im Inneren keine Feuchtigkeit ist oder entstehen kann. Je nach Saugverhalten Ihrer Terrassenfliesen kann es sinnvoll sein, sich für ein anderes Produkt zu entscheiden.